Vernissage - BILDER DREIER GENERATIONEN
Verkauf einer Privatsammlung mit Zeichnungen, Aquarellen und Gemälden von Charles Clément, Marie-Hélène Clément und Marc-Antoine Fehr
CHARLES CLÉMENT wIrd 1889 in Rolle am Genfersee als Sohn eines Kaufmanns geboren. Dort absolviert er das altsprachliche Gymnasium. Mit 20 Jahren studiert er während eines Jahres an der königlichen Kunstakademie in Düsseldorf. 1910 setzt er sein Studium an der Académie de la Grande Chaumière in Paris fort. Nach seiner Rückkehr 1912 in die Schweiz versorgt er diverse Zeitschriften mit humoristischen sowie satirischen Illustrationen. Ferner entstehen ab 1921 Wandgemälde in mehreren Kirchen u.a. in der Kathedrale von Lausanne. 1927–1932 hält er sich in Paris und Marseille auf. Neben seiner intensiven Tätigkeit als Maler und Illustrator entstehen ab 1928 Glasbilder u.a. wieder für die Kathedrale. 1933 kehrt er endgültig in die Schweiz zurück. Seine Schwerpunkte sind die Landschaftsmalerei, Strassenszenen, Stillleben und die Aktmalerei, wobei ihm Anna Rosenfeld - seine zweite Frau - Modell steht. In seinen späteren Jahren be- dient er sich alter Skizzenbücher, um sich malerisch in seine Marseiller Zeit mit ihren farbenfrohen Eindrücken zurückzuversetzen. Künstlerisch orientiert er sich u.a. an Leonardo da Vinci, Delacroix und Cézanne. Zu der damaligen Avantgarde hält er deutlich Abstand. Er stirbt 1972 im Alter von 82 Jahren.
MARIE-HÉLÈNE CLÉMENT wird 1918 in Lausanne geboren, wo sie ihre erste künstlerische Ausbildung im Atelier Ihres Vaters Charles Clément erhält, welche sie im Atelier von Casimir Reymond an der École des beaux-arts in Lausanne fortsetzt. Der Westschweizer Maler René Auberjonois, der ihre Fähigkeiten erkennt und sie unterstützt, verhilft ihr zu ersten Erfolgen. 1944 heiratet sie den Zürcher Juristen Otto Fehr. Sie hat drei Kinder - Charles, Marc-Antoine und Pierre-Emmanuel - mit ihm und lässt sich in Zürich nieder, wo sie weiterhin malt und regelmäßig ausstellt. In den 1980er Jahren erlebt ihr künstlerisches Schaffen einen erneuten Aufschwung. 1991 zieht sie nach Lausanne zurück. Sie ist dort auch als Schriftstellerin tätig und veröffentlichte autobiografische Erzählungen. 1997 widmet ihr das Kunstmuseum Olten eine bedeutende Retrospektive. Ihre künstlerischen Impulse stehen ganz in der Tradition Ihres Vaters, nur farbenfroher und leidenschaftlicher. Sie liebt die kleinen Dinge des Lebens, einen kleinen Tisch mit zufällig angeordneten Gegenständen, den flüchtigen Blick in eine Landschaft oder auf eine menschliche Gestalt. Sie stirbt 2012 im Alter von 94 Jahren in Lausanne.
MARC-ANTOINE FEHR wird 1953 in Zürich als Sohn von Marie-Hélène Clément und Enkel von Charles Clément geboren. Seine technischen und künstlerischen Fähigkeiten erlernt er autodidaktisch im Atelier seiner Mutter Marie-Hélène. Seine Schulzeit beendet er 1973 mit der Matura. Dank seiner intensiven Schaffenskraft entwickelt er sich in den Folgejahren zu einem international anerkannten Künstler. In Einzelausstellungen ist er 1985 im Kunstmuseum Winterthur, 1987 und 1994 im Aargauer Kunsthaus, Aarau, 1990 im Stadthaus Olten, 1995 im Hôtel de Ville de Paris und an vielen weiteren Orten vertreten. Seine künstlerische Aufmerksamkeit wendet er den einfachen und eher unbedeutenden Dingen des Lebens, dem rein Gegenständlichen zu und inszeniert diese
auf vielfältigen bisweilen auch monumentalen Formaten. Durch ihn erhalten sie neuen Sinn und Bedeutung. Er bleibt stets dem Figurativen treu und orientiert sich an Vorbildern wie Cézanne, Piero della Francesca, Bosch, Bruegel und Rembrandt, Beckett, etc. Hinter seiner Kunst besteht ein hoher handwerklicher Anspruch. In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre tritt er mit großformatigen, teils phantastisch-surrealen Gemälden (wie „Die Versuchung des hl. Antonius“) an die Öffentlichkeit.
Veranstaltungsort
CUENDET KUNSTGALERIE
Äussere Obergasse 2C
8353 Elgg
Lageplan
Allgemeine Angaben
Kontaktperson: Michel Cuendet
Tel. 078 867 65 50
info@cuendetkunst.ch
https://www.cuendetkunst.ch/