Landstädtli
Die grossenteils noch heute geschlossenen Häuserzielen mit den traufseitig ausgerichteten Bauten schliessen bei der quadratisch angelegten Vorder-, Ober-, Hinter- und Untergasse einen breiten Gassenraum ein.
Typisch für das Zürcher Landstädtchen Elgg ist das in den Grundzügen erhaltene grosse mittelalterliche Gassengeviert mit zahlreichen stattlichen Handwerker- und Bauernhäusern. Mehrere Brände haben allerdings die originale Bausubstanz teilweise zerstört, so vor allem der Grossbrand von 1876, dem der ganze westliche Teil zum Opfer fiel. Die Ober- und Hintergasse haben aber ihren ursprünglichen Charakter weitgehend bewahrt.
Besonders erwähnenswert sind das Fachwerkhaus «Bilang» mit Täferungen, Türen und EInbau-möbeln aus dem 17. und 18. Jahrhundert an der Hintergasse sowie ein weiterer grosser Riegelbau und die alte Gemeinderatskanzlei beim Obertor. DIese beherbergte bis vor gut 150 Jahren den Schiessstand und 1833 - 1892 gleichzeitig auch die erste Zürcher Landsekundarschule. Vom Ende 19. Jahrhundert abgebrochenen Obertor ist noch der bogenförmige Ansatz zu erkennen.
Sehenswert an der Vordergasse ist auch die «kleine Meise» mit ihrem Erker sowie das stattliche Wirtshausschild des (ehemaligen) Restaurant «Ochsen».