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Gemeindehaus 3
Foto: Mirko Reichlin / Standortförderung Zürioberland

Was gehört in den Neophytensack?

Auch in diesem Jahr können Einwohnerinnen und Einwohner den Neophytensack am Schalter der Einwohnerkontrolle beziehen und gefüllt wieder mit der Kehrichtour abgeben. Das Angebot ist für alle kostenlos. Mit Ihrer Mithilfe leisten Sie einen wichtigen Beitrag, um die Ausbreitung exotischer Problempflanzen einzudämmen. Doch was gehört eigentlich in den Neophytensack?

Im Neophytensack werden alle Pflanzenteile entsorgt, aus denen neue Pflanzen entstehen können – also alle fortpflanzungsfähigen Teile. Beim Sommerflieder sollten Sie deshalb verblühte Blüten und Samenstände abschneiden und im Neophytensack entsorgen. Auch Wurzelstücke oder Früchte des Kirschlorbeers können neue Pflanzen bilden und gehören daher in den Sack. Das übrige Pflanzenmaterial von Sommerflieder und Kirschlorbeer darf über die Grünabfuhr entsorgt werden. Bei krautigen Arten wie dem Einjährigen Berufkraut oder dem Schmalblättrigen Greiskraut sind die Samen und Wurzeln fortpflanzungsfähig. Aus praktischen Gründen wird jedoch die ganze Pflanze im Neophytensack entsorgt.

Doch welche Pflanzenteile sind fortpflanzungsfähig?
Invasive Neophyten verbreiten sich bei uns besonders gut. Je nach Pflanze sind unterschiedliche Teile fortpflanzungsfähig und müssen im Neophytensack entsorgt werden. Eine praktische Übersicht mit Symbolen zu jeder Pflanze finden Sie auf www.neophytensack.ch.

Gemeinsame Anstrengungen

Invasive Neophyten verdrängen einheimische Pflanzen, die Insekten als Nahrung dienen, beschädigen Infrastruktur wie Bahndämme, Strassen oder Uferbefestigungen und können sogar die Gesundheit gefährden. Deshalb ist es nötig, ihre Weiterverbreitung einzudämmen.

Die korrekte Entsorgung ist zentral, um die Verbreitung invasiver Arten zu bremsen. Die Gemeinde Elgg stellt dafür den kostenlosen, transparenten 60-Liter-Neophytensack zur Verfügung. Beziehen können Sie ihn am Schalter der Einwohnerkontrolle, gefüllt geben Sie ihn wieder bei der Kehrichtour ab. Die Säcke werden in der Kehrichtverbrennungsanlage bei hohen Temperaturen verbrannt. So wird die Weiterverbreitung wirksam verhindert. Invasive gebietsfremde Arten gehören laut einer Studie der Universität Zürich und der Eawag zu den fünf grössten Treibern des Biodiversitätsverlustes. Ihr Engagement hilft unserer Artenvielfalt.